31. Januar 2026 | Lesezeit: 11MIN

3 Tipps, um das Sommerloch im E-Commerce zu überwinden

Das Sommerloch im E-Commerce muss kein Umsatzkiller sein.
 Mit den richtigen Strategien kannst du die umsatzschwache Zeit gezielt nutzen, um dein Business zu stabilisieren und stärker in Q4 zu starten.

Sommerloch im E-Commerce überwinden: 3 Strategien für mehr Umsatz trotz Flaute

Das Sommerloch im E-Commerce ist für viele Onlinehändler eine echte Herausforderung. Sinkende Aufmerksamkeit, weniger Bildschirmzeit und Urlaubsstimmung führen häufig zu stagnierenden Umsätzen. Doch genau diese Phase bietet enormes Potenzial, um dein Business strategisch weiterzuentwickeln und langfristig stabiler aufzustellen. In diesem Artikel erfährst du drei bewährte Strategien, mit denen du dein Sommerloch im Onlinehandel effektiv ausgleichen kannst.
1. Wiederkehrende Umsätze schaffen statt vom Tagesgeschäft abhängig sein
Ein zentrales Problem im Sommer ist nicht der fehlende Bedarf, sondern die fehlende Aufmerksamkeit. Viele potenzielle Kunden sind weniger online und sehen deine Werbung schlicht nicht. Wiederkehrende Umsätze im E-Commerce sind daher ein effektiver Hebel, um Umsatzschwankungen auszugleichen.
Abo-Modelle oder regelmäßige Nachbestellungen eignen sich besonders für Produkte mit dauerhaftem Bedarf. Dazu zählen unter anderem Kaffee, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel, Verbrauchsartikel oder Ersatzprodukte wie Druckerpatronen und mehr. Entscheidend ist, dass du deinen Kunden die im Abo bestellen einen klaren Mehrwert bietest - etwa durch Preisvorteile, Bequemlichkeit oder exklusive Vorteile.
Ein einmal eingerichtetes Abo generiert Umsatz, auch wenn deine Kunden gerade nicht aktiv shoppen. Genau das macht wiederkehrende Umsätze zu einer der stabilsten Strategien, um dein E-Commerce-Business unabhängiger von saisonalen Schwankungen zu machen.
2. Produkte besser vermarkten - auch bei einer „kalten“ Zielgruppe
Viele Online-Shops kämpfen nicht mit schlechten Produkten, sondern mit unzureichender Vermarktung. Häufig wird Werbung geschaltet, ohne genau zu wissen, warum Kunden tatsächlich kaufen. Besonders herausfordernd ist die Ansprache einer sogenannten "kalten" Zielgruppe, das heißt Menschen, die dein Produkt zwar gebrauchen könnten, aber derzeit noch kein Problembewusstsein für das Problem haben, welches du mit deinen Produkten löst.
Der Schlüssel liegt in einer tiefen Zielgruppenanalyse. Es reicht nicht zu wissen, wer deine Kunden sind - entscheidend ist, warum sie kaufen. Welche Probleme wollen sie lösen? In welchen Situationen entsteht der Kaufwunsch? Und welche Sprachformulierungen nutzen sie selbst, um ihren Bedarf zu beschreiben? Kundenumfragen, Interviews oder Bewertungen liefern hier wertvolle Daten.
Wenn du die wahren Kaufmotive kennst, kannst du Marketing betreiben, das auch im Sommer funktioniert. Du erzeugst aktiv Nachfrage, statt nur bestehende Nachfrage abzufangen. Das steigert nicht nur deine Conversion Rate, sondern macht dein Marketing insgesamt effizienter und profitabler.
3. Produkte für den Sommer neu positionieren
Nicht jedes Produkt ist auf den ersten Blick ein Sommerprodukt. Doch häufig lassen sich durch neue Nutzungsszenarien zusätzliche Kaufanreize schaffen. Entscheidend ist der Kontext, in dem du dein Produkt präsentierst.
Ein gutes Beispiel ist Kaffee. Früher fast ausschließlich ein Heißgetränk, heute ein beliebtes Sommerprodukt in Form von Cold Brew, Iced Latte oder anderen kalten Kaffeevarianten. Durch gezielte Vermarktung wurde ein "saisonales" Produkt zu einem Wachstumstreiber in den Sommermonaten.
Gehe dein Sortiment bewusst durch und überlege, wie deine Produkte im Sommer genutzt werden können oder welche Alltagssituationen im Sommer relevant sind. Daraus entstehen neue Marketing-Angles, die dein Angebot auch in der warmen Jahreszeit attraktiv machen.
Bonus: Internationalisierung als strategischer Umsatzhebel
Wenn dein Online-Shop bereits ein solides Umsatzniveau erreicht hat, kann Internationalisierung ein wirkungsvoller Hebel gegen das Sommerloch sein. Während in Deutschland Sommer herrscht, ist in anderen Regionen Winter oder zumindest eine kühlere Saison.
Besonders für saisonale Produkte kann der Verkauf in internationalen Märkten Umsatzverluste ausgleichen. Voraussetzung ist eine saubere Lokalisierung, passende Zahlungs- und Versandlösungen sowie eine zielgruppengerechte Vermarktung. Für fortgeschrittene E-Commerce-Unternehmen ist dies eine der nachhaltigsten Wachstumsstrategien.
Nutze das Sommerloch als Vorbereitung auf Q4
Selbst wenn keine der genannten Strategien kurzfristig umsetzbar ist, solltest du das Sommerloch nicht ungenutzt lassen. Nutze die ruhigere Phase, um Prozesse zu optimieren, dein Marketing zu überarbeiten und deinen Shop strategisch weiterzuentwickeln.
Die Monate September bis Dezember entscheiden für viele Onlinehändler über den Jahresumsatz. Wer den Sommer zur Vorbereitung nutzt, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil und startet deutlich stärker in Q4.

Zusammenfassung 💡

Das Sommerloch im E-Commerce lässt sich durch wiederkehrende Umsätze, gezielte Zielgruppenvermarktung, saisonale Produktpositionierung und Internationalisierung effektiv ausgleichen. Entscheidend ist, den Sommer strategisch zur Umsatzstabilisierung zu nutzen.
Häufig gestellte Fragen zum Sommerloch
Was ist das Sommerloch im E-Commerce?
Das Sommerloch im E-Commerce beschreibt eine saisonale Umsatzflaute, die häufig in den Sommermonaten auftritt. Ursachen sind unter anderem Urlaubszeit, geringere Bildschirmzeit und verändertes Konsumverhalten.
Wie kann ich mein Sommerloch im Online-Shop ausgleichen?
Du kannst das Sommerloch ausgleichen, indem du auf wiederkehrende Umsätze setzt, deine Produkte gezielt für kalte Zielgruppen vermarktest, saisonale Nutzungsszenarien entwickelst und internationale Märkte erschließt.
Welche Produkte eignen sich besonders für Abomodelle im E-Commerce?
Besonders geeignet sind Produkte mit regelmäßigem Bedarf, wie Kaffee, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel, Verbrauchsartikel oder Ersatzprodukte. Abomodelle sorgen für planbare Umsätze und reduzieren saisonale Schwankungen.
Lohnt sich Internationalisierung gegen das Sommerloch?
Ja, vor allem für Shops mit saisonalen Produkten. Während in Deutschland Sommer ist, herrscht in anderen Ländern Winter oder kühlere Temperaturen. Mit der richtigen Lokalisierung kann Internationalisierung Umsatzeinbrüche effektiv ausgleichen.
Wie kann ich den Sommer strategisch für mein E-Commerce-Business nutzen?
Der Sommer eignet sich ideal, um Prozesse zu optimieren, Marketingstrategien zu überarbeiten und den Shop auf die umsatzstarken Monate im Herbst und Winter vorzubereiten. So verschaffst du dir einen klaren Wettbewerbsvorteil.
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Fazit: Sommerloch oder Wachstumschance?
Das Sommerloch im E-Commerce ist kein Stillstand, sondern eine strategische Chance. Mit wiederkehrenden Umsätzen, besserem Marketing, saisonaler Neupositionierung und internationalem Denken kannst du diese Phase gezielt nutzen, um dein Business langfristig zu stärken.
Die entscheidende Frage ist also: Nutzt du das Sommerloch, um dein E-Commerce-Business zukunftssicher aufzustellen - oder wartest du darauf, dass der Umsatz von selbst zurückkommt?
Über den Autor
Linus Herrmann
Gründer & Onlineshop Experte
Linus Herrmann ist Onlineshop Experte und hilft Onlineshop Betreibern dabei, durch verkaufsoptimierte & moderne Onlineshops mehr Gewinn zu machen.
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